Damenschreibtisch - Nachfolge David Roentgen (1743 Herrnhaag - 1807 Wiesbaden), um 1800

Auktion 407, Kat.-Nr. 108

WINTERAUKTION

am 7. Dezember 2022 bis 8. Dezember 2022

Damenschreibtisch

Nachfolge David Roentgen (1743 Herrnhaag - 1807 Wiesbaden), um 1800

Schätzpreis:
€ 3.000 bis € 5.000

Differenzbesteuerung    

unter Vorbehalt  € 2.500

Beschreibung:
Damenschreibtisch

Nachfolge David Roentgen (1743 Herrnhaag - 1807 Wiesbaden), um 1800

Mahagoni, furniert und massiv. Messingbeschläge und -profile. Auf sich verjüngenden Vierkantbeinen in Fußschuhen. Zargenkasten mit kannellierten Stolleneckklötzen und drei Schubladen, die beiden äußeren als Sprungschubladen. Herausziehbare lederbezogene Schreibplatte. Zurückgesetzter Aufsatz mit Jalousieverschluss und zwei flankierenden Schubfächern, jeweils mit Galeriebekrönung. Der Aufsatz auf Unterseite hs. bez. "HP 41". Rest., Beschläge tlw. später, Alters-/Gebrauchsspuren. 104 x 75 cm. 54 cm.

Provenienz: Sammlung Fritz Bernhard Gutmann, Heemstede - Nachlass Magdalene Haberstock - Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung, Maximilianmuseum Augsburg - restituiert an die Erben Goodman (Gutmann), Beverly Hills. Hinsichtlich seines Aufbaus mit dreiteiligen Aufsatz mit Jalousieverschluss und Galeriebekrönung orientiert sich der Schreibtisch an Entwürfen David Roentgens (vgl. Abb. 691 ff. bei Greber, Josef Maria, Abraham und David Roentgen. Möbel für Europa. Bd. 2. Starnberg 1980). Schüler Roentgens griffen diese auf und führten sie in eigenen Werkstätten weiter, wie etwa Johann David Hacker in Berlin (vgl. Heincke, Marc, Anspruch und Wirklichkeit. Die Nachfolge David Roentgens in Berlin am Beispiel eines Schreibtisches von Johann David Hacker, in: Büttner, Andreas/Weber-Woelk, Ursula (Hrsg.), David Roentgen. Möbelkunst und Marketing im 18. Jahrhundert. Regensburg 2009, S. 172-182). Literatur: Keßler, Horst, Karl Haberstock. Umstrittener Kunsthändler und Mäzen, hg. von Christof Trepesch. München/Berlin 2008, S. 172f.


Zustand:
Rest., Beschläge tlw. später, Alters-/Gebrauchsspuren
Literatur:
Keßler, Horst, Karl Haberstock. Umstrittener Kunsthändler und Mäzen, hg. von Christof Trepesch. München/Berlin 2008, S. 172f.
Kommentar:
Hinsichtlich seines Aufbaus mit dreiteiligen Aufsatz mit Jalousieverschluss und Galeriebekrönung orientiert sich der Schreibtisch an Entwürfen David Roentgens (vgl. Abb. 691 ff. bei Greber, Josef Maria, Abraham und David Roentgen. Möbel für Europa. Bd. 2. Starnberg 1980). Schüler Roentgens griffen diese auf und führten sie in eigenen Werkstätten weiter, wie etwa Johann David Hacker in Berlin (vgl. Heincke, Marc, Anspruch und Wirklichkeit. Die Nachfolge David Roentgens in Berlin am Beispiel eines Schreibtisches von Johann David Hacker, in: Büttner, Andreas/Weber-Woelk, Ursula (Hrsg.), David Roentgen. Möbelkunst und Marketing im 18. Jahrhundert. Regensburg 2009, S. 172-182).