Jean Baptiste Isabey - Eugénie Moreau

Auktion 403, Kat.-Nr. 1043

Napoleon bei Neumeister am 1. Dezember 2021 ab 18:00 Uhr

Jean Baptiste Isabey

Eugénie Moreau

Schätzpreis:
€ 800 bis € 1.200

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Ergebnis:
€ 7.800 (inkl. 30 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:

Jean Baptiste Isabey

1767 Nancy - 1855 Paris, Nachfolge

 

Eugénie Moreau

 

Dreiviertelfigur, nach links sitzend. Im Hintergrund ein Pianoforte, auf diesem ein Notenband mit der Bezeichnung "Mozart". R. u. bezeichnet "dIsabey". Aquarell und Deckfarben auf Elfenbein (?). BA 15,8 x 10,6 cm. Holzfurnierter Rahmen mit eingelassenem Messingrahmen mit Palmettendekor.

 

Die Miniatur wurde zur Bearbeitung nicht ausgerahmt.

 

Eugénie Moreau, geb. Hulot dOsery, heiratete im Jahr 1800 Jean-Victor Moreau (1763-1813). Sie war eine enge Freundin Joséphine Bonapartes. Sie galt als talentierte Pianistin. Der auf dem Pianoforte liegende Notenband erinnert an ihre Vorliebe für diesen Komponisten.

 

Jean-Victor Moreau war ein General mit ausgeprägtem politischen Bewusstsein. Er missbilligte offen die Alleinherrschaft seines ehemaligen Waffengefährten Napoleon, nachdem dieser am 9. November 1799 (18. Brumaire VIII) durch einen Staatsstreich die Macht übernommen hatte. Moreau war ein überzeugter Republikaner und gehörte wie Napoleon, Masséna u. a. zu jenen Generälen der Revolutionszeit, die in der neu gegründeten Armee in kurzer Zeit eine große Karriere machten und mit großem Erfolg, noch jung an Jahren, Divisionen kommandierten.

 

 

Vor wenigen Jahren wurde eine Zeichnung derselben Komposition als Jean Baptiste Isabey zugeschriebene Arbeit versteigert (Christies New York, The Collection of Peggy and David Rockefeller - English European Furniture, Ceramics and Decorations. Teil II. New York, 10. Mai 2018, Lot 613). Eine Autorschaft Isabeys an dieser Zeichnung wurde zwar von Schidlof ausgeschlossen, die vorliegende Miniatur bestätigt jedoch deutlich die Annahme, dass die Komposition als solche von diesem vorgebildet worden war (vgl. Leo R. Schidlof, The Miniature in Europe. Bd. I. Graz 1964, S. 394: die erwähnte Zeichnung).



Titel-Zusatz:
Dreiviertelfigur, nach links sitzend. Im Hintergrund ein Pianoforte, auf diesem ein Notenband mit der Bezeichnung "Mozart"


Signatur-Bez-Vorne:
R. u. bezeichnet "dIsabey"
Technik:
Aquarell und Deckfarben
Träger:
auf Elfenbein (?)
Maße:
BA 15,8 x 10,6 cm
Rahmen:
Holzfurnierter Rahmen mit eingelassenem Messingrahmen mit Palmettendekor
Kommentar:
Eugénie Moreau, geb. Hulot dOsery, heiratete im Jahr 1800 Jean-Victor Moreau (1763-1813). Sie war eine enge Freundin Joséphine Bonapartes. Sie galt als talentierte Pianistin. Der auf dem Pianoforte liegende Notenband erinnert an ihre Vorliebe für diesen Komponisten. Jean-Victor Moreau war ein General mit ausgeprägtem politischen Bewusstsein. Er missbilligte offen die Alleinherrschaft seines ehemaligen Waffengefährten Napoleon, nachdem dieser am 9. November 1799 (18. Brumaire VIII) durch einen Staatsstreich die Macht übernommen hatte. Moreau war ein überzeugter Republikaner und gehörte wie Napoleon, Masséna u. a. zu jenen Generälen der Revolutionszeit, die in der neu gegründeten Armee in kurzer Zeit eine große Karriere machten und mit großem Erfolg, noch jung an Jahren, Divisionen kommandierten. Vor wenigen Jahren wurde eine Zeichnung derselben Komposition als Jean Baptiste Isabey zugeschriebene Arbeit versteigert (Christies New York, The Collection of Peggy and David Rockefeller - English European Furniture, Ceramics and Decorations. Teil II. New York, 10. Mai 2018, Lot 613). Eine Autorschaft Isabeys an dieser Zeichnung wurde zwar von Schidlof ausgeschlossen, die vorliegende Miniatur bestätigt jedoch deutlich die Annahme, dass die Komposition als solche von diesem vorgebildet worden war (vgl. Leo R. Schidlof, The Miniature in Europe. Bd. I. Graz 1964, S. 394: die erwähnte Zeichnung).