Wolf Vostell - Ferruca. 1984

Auktion 400, Kat.-Nr. 1034

FRüHJAHRSAUKTION am 14. April 2021

Wolf Vostell

Ferruca. 1984

Schätzpreis:
€ 2.000 bis € 3.000

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noch erhältlich
Beschreibung:
Wolf Vostell
1932 Leverkusen - 1998 Berlin

Ferruca. 1984


Links oben signiert und datiert. Verso auf der Leinwand Ausstellungsetikett. Acryl und Beton auf Leinwand. 81 x 60 cm. Rahmen.

Er zerfetzte Plakate, störte Fernsehübertragungen und übergoss einen Opel Kapitän mit Beton. "Dé-coll/age" nannte Wolf Vostell (1932-1998) seine kritisch-provokanten Aktionen und Happenings der frühen 1960er Jahre. Die Zerstörung von Materialien bis zur Unbrauchbarkeit wurde für den unbequemen Künstler zum Gestaltungsprinzip, das den traditionellen Kunstbegriff der Bonner Republik sprengte. Durch die Destruktion, aus der Vostell in bester dadaistischer Tradition Neues entstehen ließ, sollten Absurditäten, die den Menschen im Alltag einlullen und bedrängen (Autoverkehr, Kakophonie der Werbung und Massen-kommunikation etc.), bewusstseinskritisch aufgeschlüsselt und in den Fokus gerückt werden. Vostell - ab 1962 Fluxus-Mitglied - rechnete mit der politischen Klasse ab, hinterfragte alles und appellierte an die Menschen, auf den eigenen Verstand zu hören. Kunst verstand Vostell als Prozess, in den die Menschen mit einbezogen werden: "Wenn Duchamp den Gegenstand des alltäglichen Lebens zum Kunstwerk erklärt hat, so erkläre ich den Gebrauch des Gegenstands zum Kunstwerk; wenn ein Urinal ein Kunstwerk ist, so muss Urinieren auch ein Kunstwerk sein."

Provenienz: Privatsammlung Michael Wewerka, Berlin

Ausstellung: Große Kunstausstellung NRW Düsseldorf


Signatur-Bez-Vorne:
Links oben signiert und datiert
Signatur-Bez-Recto:
Verso auf der Leinwand Ausstellungsetikett
Technik:
Acryl und Beton
Träger:
auf Leinwand
Rahmen:
Rahmen
Provenienz:
Privatsammlung Michael Wewerka, Berlin
Ausstellung:
Große Kunstausstellung NRW Düsseldorf