- Guéridon

Auktion 403, Kat.-Nr. 1031

Napoleon bei Neumeister am 1. Dezember 2021 ab 18:00 Uhr

 

Guéridon

Schätzpreis:
€ 4.600 bis € 5.000

Differenzbesteuerung    

Ergebnis:
€ 6.240 (inkl. 30 % Käuferaufgeld)

Beschreibung:

Guéridon

Kassel, um 1810/20

 

Furnier Mahagoni. Graue Marmorplatte. Dreiseitige Sockelplatte mit vier Säulenbeinen mit x-förmigen Verstrebungen. Runde Platte. Dekor mit Maskarons im Strahlenkranz. Rest., Alters-/Gebrauchsspuren, Platte min. best. H. 92 cm. D. 42,5 cm.

 

Charakteristisches Kleinmöbel des Empire mit feinziselierten Bronzebeschlägen.

 

Im Weißensteinflügel von Schloss Wilhelmshöhe, Kassel, haben sich identische Gueridons erhalten, die im Zuge der Innenaustattungen im Empire-Stil entstanden. Napoleon Bonapartes jüngster Bruder Jérôme residierte hier ab 1811 während der napoleonischen Besetzung als König von Westphalen und ließ sich zur zeitgemäßen und repräsentativen Möblierung aus Paris verschiedene Austattungsgegenstände schicken, so etwa Möbel der Werkstätten Molitor oder Jacob-Desmalter. Zusätzlich wurden von Kasseler Kunsthandwerkern Möbel nach französischen Vorbildern unter Verwendung von importierten Beschlägen angefertigt, so dass eine genaue Herkunftsbestimmung nicht immer möglich ist.

S. hierzu Leben, Ulrich, Die Kasseler Möbelkunst im Stil des Empire, in: Jörg Ebeling et al. (ed.), Jérôme Napoléon - und die Kunst und Kultur im Königreich Westphalen / et lart et la culture dans le Royaume de Westphalie. Kolloquiumsakten und Archive / Colloque et recueil darchives, Heidelberg: arthistoricum.net 2021, S. 77-94, doi.org/10.11588/arthistoricum.730.c1100.

 

Provenienz: Schloss Wilhelmshöhe, Kassel.



Datierung:
um 1810/20


Zustand:
Rest., Alters-/Gebrauchsspuren, Platte min. best
Provenienz:
Schloss Wilhelmshöhe, Kassel.
Kommentar:
Im Weißensteinflügel von Schloss Wilhelmshöhe, Kassel, haben sich identische Gueridons erhalten, die im Zuge der Innenaustattungen im Empire-Stil entstanden. Napoleon Bonapartes jüngster Bruder Jérôme residierte hier ab 1811 während der napoleonischen Besetzung als König von Westphalen und ließ sich zur zeitgemäßen und repräsentativen Möblierung aus Paris verschiedene Austattungsgegenstände schicken, so etwa Möbel der Werkstätten Molitor oder Jacob-Desmalter. Zusätzlich wurden von Kasseler Kunsthandwerkern Möbel nach französischen Vorbildern unter Verwendung von importierten Beschlägen angefertigt, so dass eine genaue Herkunftsbestimmung nicht immer möglich ist. S. hierzu Leben, Ulrich, Die Kasseler Möbelkunst im Stil des Empire, in: Jörg Ebeling et al. (ed.), Jérôme Napoléon - und die Kunst und Kultur im Königreich Westphalen / et lart et la culture dans le Royaume de Westphalie. Kolloquiumsakten und Archive / Colloque et recueil darchives, Heidelberg: arthistoricum.net 2021, S. 77-94, https://doi.org/10.11588/arthistoricum.730.c1100.