Gabriele Münter - Im Gespräch. 1908

Auktion 66, Kat.-Nr. 10

MODERNE, POST WAR & CONTEMPORARY ART & SHAPE  am 6. Dezember 2019

Gabriele Münter

Im Gespräch. 1908

Schätzpreis:
€ 6.000 bis € 8.000

Differenzbesteuerung    

unter Vorbehalt  € 3.000

Beschreibung:
Münter, Gabriele
1877 Berlin - 1962 Murnau/Oberbayern

Im Gespräch. 1908

Farblinolschnitt auf Japan
16,7 x 18,7 cm (17,5 x 19,6 cm)

Rechts unten mit Bleistift signiert, links unten bezeichnet: Handdruck. Links unten im Stein monogrammiert. Eines von 12 Exemplaren, davon drei im Lenbachhaus. Rahmen.

Werkverzeichnis: Helms 34, Hoberg 35.3 GMS 882

Provenienz: Direkt aus der Familie der Künstlerin

Nach ihrem Parisaufenthalt lebt Gabriele Münter bis Juli 1908 mehrere Monate in Berlin, wohin Schroeters - die Familie der Schwester Gabriele Münters - gezogen war. Dies ermöglicht der kinderlosen Künstlerin, ihr geliebtes "Patchen" jederzeit zu sehen und zu begleiten. Es entstehen zahlreiche Zeichnungen und Linolschnitte, die u.a. Friedels Spielsachen in verschiedenen Arrangements zeigen. Im "Gespräch" sind Clown und Puppe - die beiden wichtigsten Spielsachen Friedels - einander zugewandt und scheinen sich zu unterhalten. Der Farbauftrag ist sehr präzise. Im selben Jahr stellt Münter ihr bis dahin entstandenes druckgrafisches Werk im Kölner Kunstsalon Lenoble aus. Im Bonner General-Anzeiger wird die Spielzeug-Serie sogar besonders hervorgehoben und als unterhaltsam und originell gelobt. (Kleine Gisela. Gabriele Münter und die Kinderwelt, Main/Leipzig 1997, S. 18, 34. Mössinger, Ingrid/Friedrich, Thomas (Hg). Gabriele Münter. Werke im Museum Gunzenhauser 2009, S. 74)


Signatur-Bez-Vorne:
Rechts unten mit Bleistift signiert, links unten bezeichnet: Handdruck
Signatur-Bez-Recto:
Links unten im Stein monogrammiert
Technik:
Farblinolschnitt
Träger:
auf Japan
Rahmen:
Rahmen
Werkverzeichnis:
Helms 34, Hoberg 35.3 GMS 882
Provenienz:
Direkt aus der Familie der Künstlerin