Fritz Klimsch

Fritz Klimsch

Pseudonym: -

Geburtsdaten

Geburtsdatum: 1870

Geburtsort: Frankfurt a. M.

Sterbedaten

Sterbedatum: 1960

Sterbeort: Freiburg

Biographie

Fritz Klimsch wird 1870 in Frankfurt am Main geboren. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Königlichen Akademischen Hochschule für die bildenden Künste zu Berlin, sowohl in der Zeichenklasse von Ernst Hancke als auch in der Modellierklasse von Albert Wolff. In den Jahren von 1887 bis 1890 war Klimsch Schüler des Bildhauers Fritz Schaper und schon die ersten Werke des jungen Klimsch wurden mit Preisen ausgezeichnet und er gelangte zu Ansehen. In Paris studierte Fritz Klimsch die Werken Rodins, deren Lebendigkeit sein Schaffen nachhaltig beeinflusste. Die hohe Präzision und klassische Formgebung der Skulpturen von Adolf von Hildebrand waren weitere wichtige Einflüsse für seine Werke. Fritz Klimsch stand stilistisch zunächst dem Jugendstil nahe, später schuf er jedoch Werke im klassizistischen Stil, die von seinen Reisen nach Italien und Griechenland geprägt waren. Gemeinsam mit Max Liebermann und Walter Leistikow gründete Klimsch 1898 die Berliner Secession und zeigte seine Werke regelmäßig auf deren Ausstellungen. Fritz Klimsch wurde mit zahlreichen Porträtarbeiten, Denkmälern und monumentalen Grabmälern beauftragt, die heute unter anderem in Berlin, Frankfurt und Leipzig zu sehen sind. Zudem entstand eine Vielzahl an Porträts bekannter Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens, so zum Beispiel von Lovis Corinth, Max Slevogt und Ludwig Thoma, aber auch von Adolph Hitler und Paul von Hindenburg. Auf der Großen Berliner Kunstausstellung wurde Fritz Klimsch 1907 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ab 1912 war Klimsch Mitglied Preußischen Akademie der Künste, in der er später auch als Senator tätig war. Von 1921 bis 1935 lehrte Fritz Klimsch an den Vereinigten Staatsschulen in Berlin als Leiter des Meisterateliers. Für die Porzellanmanufaktur Rosenthal arbeitete Klimsch ab 1935 und es entstehen unter anderem die Aktplastiken "Die Hockende", "Die Liegende" und "Die Kauernde". In der Zeit des Nationalsozialismus waren die Skulpturen von Fritz Klimsch aufgrund ihres klassizistischen Stils und der antiken Formensprache von großer Beliebtheit und Klimsch war mit Werken auf der Großen Deutschen Kunstausstellung vertreten. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ließ sich der Künstler im Schwarzwald nieder. Fritz Klimsch wurde 1960 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und verstarb in ebendiesem Jahr.