Felix Ivo Leicher - Die Heiligen Nikolaus und Johannes von Nepomuk vor Christus

auction 369, Lot 249

FINE ART & JEWELLERY

on 23 September 2015

Felix Ivo Leicher

Die Heiligen Nikolaus und Johannes von Nepomuk vor Christus

estimate:
€ 9.000 to € 12.000

result:
€ 15.240 (incl. 27 % buyer's premium)

description:

Leicher, Felix Ivo

1727 Wagstadt (Bílovec) / Schlesien - 1812 Wien

 

Die Heiligen Nikolaus und Johannes von Nepomuk vor Christus

 

Öl auf Lwd. 72,5 x 45 cm. Doubliert. Rest. Rahmen.

 

Felix Ivo Leicher studierte ab 1751 an der Wiener Akademie unter Paul Troger, 1754 erhielt er einen zweiten Preis für sein Gemälde "Salbung Sauls". Bald folgten erste selbständige Aufträge. Etwa zwanzig Jahre lang arbeitete Leicher als Mitarbeiter Franz Anton Maulbertschs, mit dem ihn auch eine freundschaftliche Beziehung verband.

Lange Zeit galten viele Gemälde Felix Ivo Leichers als Werke Franz Anton Maulbertschs. Erst in jüngerer Vergangenheit wurden sie als Arbeiten Leichers identifiziert. Nachdem bereits 1994 die Autorschaft Maulbertschs an vorliegendem Gemälde vage in Frage gestellt worden war, erkannte es Lubomir Slavicek 2007 als Entwurf Leichers für das Hauptaltargemälde der St. Nikolaus-Pfarrkirche in dessen Geburtsort Wagstadt (Bílovec). Er datiert die Entstehung des Entwurfes in die Zeit von 1771-1777.

 

Literatur: Hindelang, Eduard (Hg.), Franz Anton Maulbertsch und der Wiener Akademiestil. Ausst.-Kat. Museum Langenargen am Bodensee, Juni 1994. Sigmaringen 1994, S. S. 254 f., Kat.-Nr. III.16 (mit Abb.): dort als "Franz Anton Maulbertsch?", um 1780. - Hindelang, Eduard / Slavicek, Lubomir (Hgg.), Franz Anton Maulbertsch und Mitteleuropa. Festschrift zum 30-jährigen Bestehen des Museums Langenargen. Langenargen 2007, S. 235 und S. 238 (Abb. 9): Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes an Felix Ivo Leicher.

Vgl. Garas, Klára, Franz Anton Maulbertsch 1724-1796. Graz 1960, S. 229, WVZ-Nr. 372 "Verherrlichung des hl. Nikolaus von Bari": ein Gemälde ähnlichen Inhalts, ohne Nennung der Maße und ohne Abbildung.

 

Provenienz: Lt. Angaben der Vorbesitzer Ende des 19. Jahrhunderts im Besitz eines Herrn Rath, Wien, und später dessen Enkelin. - Privatsammlung Stuttgart. - Leihgabe in der Staatsgalerie Stuttgart. - Süddeutsche Privatsammlung.