Ein Kunstwerk zu verkaufen bedeutet, den Nervenkitzel einer Auktion mitzuerleben, wenn sich die Gebote stetig erhöhen und die Freude zu genießen, wenn der Zuschlag um ein Höheres als erwartet, erfolgt

mehr als 60 Jahren Erfahrung im Versteigern von Kunst und Sammlungen, denn Neumeister zählt zu den führenden deutschen Auktionshäusern

Wir sind weltweit vernetzt mit:

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Dadurch sorgen wir nicht nur eine marktgerechte preisliche Einschätzung sondern auch eine zielführende Vermittlung Ihrer Kunstwerke an potentielle Sammler und Kunstliebhaber.

 

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FAQ´s zum Thema Kunst mit Neumeister verkaufen

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Für eine erste kostenfreie und unverbindliche Einschätzung Ihrer Kunstwerke benötigen wir aussagekräftige Bilder und Maßangaben, sofern möglich:

  • Bei Gemälden und Bildern benötigen wir immer eine Gesamtaufnahme und ein Foto der Signatur
  • Bei Möbeln ebenfalls eine Gesamtaufnahme und eine Abbildung der Rückseite
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Ein Termin ist sehr wichtig, denn es gibt einiges zu besprechen...

Wir möchten gewährleisten, dass Sie eine kompetente und fachgerechte Beratung erhalten. Das erfordert Zeit und vor allem spezielles Fachwissen. Dafür haben wir zahlreiche Experten. Jeder ist spezialisiert auf eine bestimmte Kunstgattung, eine Epoche oder einen Stil und ganz wichtig, über die preislichen Entwicklungen auf dem Kunstmarkt. Der richtige Experte für Sie und Ihr Kunstwerk bzw. Ihre Sammlung sollte auch Ihr persönlicher Ansprechpartner sein und Ihre Kunst im Original begutachten, sie einschätzen, kunsthistorisch einordnen und Sie entsprechend über den Verkauf beraten

Nachdem wir Ihre Fotos gesichtet haben und einen ersten Eindruck Ihrer Kunstwerkes oder Ihrer Sammlung erhalten haben, melden wir uns bei Ihnen zur gemeinsamen Terminabsprache.

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Unabhängig von dem Verkauf Ihrer Kunstwerke bei uns, führen unsere Experten eine professionelle und umfassende Einschätzung Ihrer Stücke durch.
Sollten Sie sich anhand der Ergebnisse dieser Schätzung für eine Versteigerung in unserem Haus entscheiden, werden die dafür anfallenden Kosten natürlich entsprechend verrechnet.

Bedeutende Kunstwerke, Sammlungen oder Nachlässe können unsere Experten selbstverständlich auch vor Ort prüfen. Natürlich schätzen wir auch im Auftrag für Notare, bei Schadensfällen oder für Versicherungen. 

Übrigens: jedes eingelieferte Kunstwerk ist bei un zum vereinbarten Schätzpreis versichert.

Sobald die vertraglichen Modalitäten geregelt sind, kommt Ihr Kunstwerk zur Auktion:

  • es wird im Auktionskatalog mit Foto publiziert
  • es wird auf diversen Onlineportalen veröffentlicht
  • in den Tagen vor der Auktion wird es öffentlich zugänglich in der Vorbesichtigung ausgestellt - viele Kunden prüfen Authentizität und Zustand gerne selbst
  • Mögliche Käufer werden benachrichtigt und informiert
  • Vorgebote werden gesammelt
  • es wird versteigert

Ihr Kunstwerk wird unter seiner Katalognummer aufgerufen

Wann das sein wird, ist von mehreren Faktoren abhängig. Auf Wunsch informieren wir Sie gerne, wann Ihr Kunstwerk in etwa aufgerufen wird - Irrtum vorbehalten

  • Selbstverständlich dürfen Sie gerne zur Auktion kommen
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Sie erhalten von uns einen Überblick über den Verkaufsstatus Ihrer Kunstwerke:

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  • Nicht verkauft: auch dieses Stück geht in den Nachverkauf. Vielleicht gibt es im Nachhinein noch Interessenten

Der Nachverkauf beginnt am Tag nach der Auktion und dauert 3 Wochen

Im Schnitt kann es bis zu drei Wochen nach der Auktion dauern, bis alle Zahlungen eingegangen sind. Haben wir die Zahlung des Käufers erhalten, kann ad hoc abgerechnet werden und Sie erhalten Ihr Geld gemäß den getroffenen Vereinbarungen (Überweisung, Check, Bar)

Sie bezahlen Provision für unsere Leistungen, die Ihnen helfen werden, das Werk erfolgreich zu verkaufen:

  • qualitativ sehr hochwertige/ hochauflösende Fotos zur Veröffentlichung in Print und Online
  • fachmännische kunsthistorische Einordnung und Katalogisierung Ihres Kunstwerks
  • In Einzelfällen Einholung von literarischen Belegen 
  • Authentizitätsprüfungen mit externen Sachverständigern und Kunstspezialisten
  • Abgleich mit weltweiten Datenbanken, die verlorene und gestohlene Kunstwerke listen - das kann in Einzelfällen sehr aufwendige Recherchearbeiten und Korrespondenzen nach sich ziehen
  • Veröffentlichung der Kunstwerke auf fachspezifischen Onlineportalen
  • Ausstellungsauf- und Abbau
  • Beantwortung von Anfragen potentieller Käufer
  • Gebotsmanagement
  • Auktionsbedingte Anforderungen: telefonische Bieter anrufen, Liveübertragung der Versteigerung im Internet (inkl. Einholung von Onlinegeboten)

 

 

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Kunst schreibt Geschichte....

Auf den ersten - auf den zweiten - auf den dritten Blick

Werkstatt des Pieter Brueghel d.J. (1564 Brüssel - 1638 Antwerpen) Im Vordergrund Bauern beim Vorbereiten der Beete für die Bepflanzung im Frühjahr. Rechts werden Weinranken an einem Laubengang beschnitten, dahinter - vor einem Gehöft - werden Schafe geschoren. Links im Hintergrund ein Garten vor einem Schloss, darin Liebespaare und Musikanten, auf einem kleinen Fluss zwei Paare in einem geschmückten Kahn.

Das vorliegende Gemälde geht auf einen Kupferstich von Pieter van der Heyden / Hieronymus Cock nach einer Zeichnung Pieter Brueghels d. Ä. zurück. Diese Zeichnung befindet sich heute im Besitz der Albertina, Wien (Inv.-Nr. 23750) und ist 1565 datiert. Der die Szene spiegelverkehrt wiedergebende Kupferstich erschien im Jahre 1570 und war Bestandteil einer Serie von vier Jahreszeitendarstellungen.

Die Darstellung der verschiedenen Jahreszeiten – sowohl die Form von Monatsbildern wie als zusammenfassende Zyklen derselben – kann als ein zentrales Thema auch der flämischen Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts gesehen werden. Sehr oft werden die Darstellungen der Jahreszeiten inhaltlich mit den Lebensaltern des Menschen gleichgesetzt. Die Zählung der Lebensalter beginnt dabei  in der Regel mit dem Frühling, jedes Lebensalter umfasst sechs Jahre. Den Jahreszeiten werden antike Gottheiten als „Patrone“ zugeordnet, so Venus traditionell dem Frühling.

Auch bei dem Stich nach der Zeichnung Pieter Brueghels d.Ä. findet sich dieser Bezug zur Göttin der Liebe, Venus. In der Titelleiste wird Euphorbius – ein Gelehrter des spätantiken Inschriftencorpus „Carmina XII sapientum“ – zitiert: „ Vere Venus gaudet floentibus aurea sertis.“ – „Im Frühjahr erfreut sich die goldene Venus an Blütengirlanden.“

 

 

Gleichzeitig wird die Darstellung des Frühlings im Titel des Stiches eindeutig mit dem Lebensabschnitt der Jugend gleichgesetzt: „Ver – puritae compar“ – „Frühling – der Jugend gleich“. Und somit sind auch die verschiedenen Tätigkeiten der Menschen auf dem Gemälde der Werkstatt Pieter Brueghels d.J. in direkten Zusammenhang mit dem Leben der Jugend zu bringen: Der Wein am Laubengang wird beschnitten (März), junge Pflanzen werden in Beete gesetzt, um dort zu wachsen und zu gedeihen (April), und eine fröhliche Gesellschaft vergnügt sich im Schlossgarten (Mai).

Gleichzusetzen sind diese Tätigkeiten mit der Erziehung des jungen Menschen, dessen Tugenden sich dadurch entwickeln wie zarte Knospen an Pflanzen und Bäumen. Der heranwachsende Mensch wiederum – Im Hintergrund sich dem zwischenmenschlichen Vergnügen widmend – beginnt in seiner reiferen Jugend, unterstützt von der Göttin der Liebe, für den Fortbestand der eigenen Art zu sorgen…

Von der Hand Pieter Brueghels d. J. sind mehrere Gemäldevarianten nach der genannten Stichvorlage bekannt. 
Vgl. zu diesen Ertz, Klaus, Pieter Brueghel der Jüngere (1564 - 1637/38). Die Gemälde - Mit kritischem Oeuvrekatalog. Bd. II. Lingen 1998/2000, S. 589 ff., WVZ-Nr. 603-626 (tlw. mit Abb.). 
Bei diesen wird die ältere Komposition mit Variationen übernommen (so finden sich die Beete mit bereits blühenden Pflanzen bestückt), am auffälligsten ist bei all diesen Gemälden jedoch, dass der jüngere Brueghel den Schlossgarten im Hintergrund durch die Darstellung einer belebten Dorfstraße ersetzt.

Auch Abel Grimmer (1570/73 Antwerpen - 1610/30 ebenda) schuf mehrere Gemälde nach der Bildidee Pieter Brueghels d. Ä. Grimmer verzichtet dabei auf eigene Variationen und behält das Motiv des Schlossgartens bei. 
Vgl. u. a. Bertier de Sauvigny, Reine de, Jacob et Abel Grimmer. Catalogue raisonné. Brüssel 1991, S. 226, WVZ-Nr. LV (mit Farbtafel 70): eine Darstellung des "Frühlings" aus einer Serie der Vier Jahreszeiten.

Das relativ große Format unterscheidet das vorliegende Gemälde sowohl von den bekannten eigenhändigen Frühlingsdarstellungen Pieter Brueghels d. J. wie auch jenen Abel Grimmers.

Gutachten Dr. Walther Bernt, München, 1. Juni 1959: "Die vorliegende Fassung gehört der Werkstatt P. Brueghel d. J. an und ist um 1600 entstanden."

Kunst dokumentiert Geschichte...

Seinen Zeitgenossen galt Carl Friedrich Moritz Müller als herausragendes künstlerisches Talent. So berichtet G. K. Naglers "Neues allgmeines Künstler-Lexicon" im Jahre 1840, dass dessen Gemälde "ein eminentes Talent verriethen, besonders in jener eigenthümlichen Weise Schalkens [gemeint ist der niederländische Künstler Godfried Schalcken, 1643-1706], der das Licht und dessen Phänomene so vortrefflich malte. Gleich jenem Meister, so weiss auch Müller durch die Beleuchtung nächtlicher Scenen die frappanteste Wirkung zu erzielen, die noch um so glänzender erscheint, da die handelnden Personen auf das trefflichste charakterisiert, und vollkommen richtig gezeichnet und gemalt sind. Das Feuer ist bei ihm das waltende Element, und er weiss die Kräfte desselben in solchem Grade zu benützen, dass seine Werke in jeder Hinsicht jenen eines Schalken an die Seite gesetzt werden können. Seiner eigenthümlichen Virtuosität wegen nennen ihn seine Freunde scherzweise auch den Feuer-Müller, und wirklich hat ihn in dieser Art bisher noch keiner erreicht".

Die beschriebenen Fähigkeiten Carl Friedrich Moritz Müllers können bei Betrachtung des vorliegenden Gemäldes exemplarisch nachvollzogen werden. Der Künstler, der nach seiner Ausbildung an der Dresdener Akademie 1830 nach München übersiedelte, widmete sich bevorzugt Genreszenen aus dem alpenländischen Bereich, seit 1834 lassen sich mehrere Gemälde nachweisen, die den Tiroler Volksaufstand des Jahres 1809 zum Inhalt haben. In diesem Jahr erwarb König Ludwig I. von Bayern eine "Szene aus dem Tiroler Krieg 1809" aus dem Münchner Kunstverein (München, Neue Pinakothek, Inv.-Nr. WAF 691).

Nach der Niederlage Österreichs gegen Frankreich im Dritten Koalitionskrieg war Tirol 1805/06 dem Königreich Bayern unterstellt worden. Im Jahre 1809 erhob sich die Tiroler Bevölkerung gegen die fremde Besatzung. Andreas Hofer (1767–1810) trug maßgeblich dazu bei, ­Tirol im Frühjahr des Jahres von der bayerisch-französischen Besatzung zu befreien. Bis in den Herbst konnte man Tirol verteidigen, nach dem Frieden von Schönbrunn und der ­verlorenen vierten Bergiselschlacht am 1. November konnten die alliierten Truppen Tirol neuerlich besetzen und ihre ­Herrschaft festigen. 

„Liebe zum Vaterland, Enthusiasmus für Selbständigkeit, Haß gegen alle fremde Tyrannei, erhabenes ­Bewußtsein des eigenen Wertes, ­lebendiges Gefühl unserer Kraft, echter altösterreichischer Sinn gibt der Landwehr ihr Dasein. Ganz Europa erstaunt, wie es nur ­eines Wortes des geliebten ­Kaisers ­bedurfte, um die Nation zur Armee, und die Armee zur ­Nation umzuschaffen.“

aus einem Tagesbefehl Erzherzog Johannsan die Landwehr; zitiert nach Magenschab, S. 188

„ … diese Feinde […] drohen, dem edlen Haus Oesterreichs gewogene Tiroler seine Hüt[t]e über sein Haupt einzuäschern und ihn seiner Güter und Lebens zu berauben, wenn er Oesterreich nicht vergessen will …“

aus Andreas  Hofers letzem Brief an Erzherzog Johann,  26. Januar 1810. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien StK Vorträge 184, Konv. 1810 März, fol. 127 b

„Im Vertrauen auf Gott und meine ­gerechte Sache erkläre Ich hiemit Meiner getreuen Grafschaft Tirol mit Einschluß des Vorarlbergs, daß sie niemehr von dem Körper des ­österreichischen Kaiserstaats soll ­getrennt werden […] So bald wie ­möglich wird sich Mein lieber Herr Bruder, der Erzherzog Johann, nach ­Tirol begeben, um so lange der ­Anführer und Schützer Meiner treuen Tiroler zu sein, bis alle Gefahren von der Grenze der Grafschaft Tirol ­entfernt sind.“

aus der sog. Wolkersdorfer Proklamation Kaiser Franz‘ I. von Österreich.29. Mai 1809; zitiert nach Magenschab, S. 200

„Tirol darf niemals dem Haus Österreich ­angehören, denn es trennt Deutschland und Italien und grenzt an die Schweiz.

Ich werde nie dulden, dass das Land meinem Einfluss entwunden wird.“

Napoléon Bonaparte nach dem Erhalt der Nachricht vom Aufstand in Tirol und Salzburg; zitiert nach Magenschab,  S. 201

 Literatur:Magenschab, Hans, Erzherzog Johann – Habsburgs grüner Rebell.2. Aufl. Graz u. a. 1982.

 

„Schreibt mir, wen ihr wünscht, an Offizieren zu haben, damit ich Euch­ jene schicken kann, die die Tiroler gern haben und vertrauen – sonst auch, was ihr braucht.“

Erzherzog Johann an Andreas Hofer; zitiert nach Magenschab, S. 201

* Die hier genannten Informationen sind nur eine exemplarische Übersicht. Rechtlich bindend sind ausschließlich die NEUMEISTER Vertragsbedingungen.