GRUSS AUS DEM HOFBRÄUHAUS

FLORIAN SÜSSMAYR

Florian Süssmayr
Hofbräuhaus Tisch. 2020
Frottage, Graphit auf Papier
Auflage 100 plus 5 AP
30 × 24 cm
Kaufpreis: € 500
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In München steht ein Hofbräuhaus und dort schäumt nicht nur Bier, da stehen auch Tische, die sich wunderbar als Tiefdruckplatten nutzen lassen. Florian Süssmayr erkannte das und stellte Frottagen der zerkratzten Oberfläche der Hofbräuhaus-Tischplatten her. So entstanden 100 Bleistift-Zeichnungen für den Hilfsverein Nymphenburg – allesamt Original-Papierarbeiten, die jetzt außerhalbdes Auktionsgeschehens exklusiv bei NEUMEISTER zum Kauf angeboten werden. Der Erlös geht an den Hilfsverein Nymphenburg, der sich für karitative Projekte vor allem in Rumänien, Albanien und Ostafrika einsetzt.

„Ich freue mich sehr über die Großzügigkeit von Florian Süssmayr, der uns diese schöne Arbeit zur Verfügung stellt. Ich kenne ihn schon lange und schätze sein Werk sehr. So konnte ich auch eine ganze Reihe von Werken Florian Süssmayrs für meine eigene Sammlung erwerben“, erklärt S.K.H. Herzog Franz von Bayern, Vorsitzender des Hilfsvereins – in dem Katrin Stoll, Geschäftsführende Gesellschafterin bei NEUMEISTER, übrigens Mitglied des Kuratoriums ist.

Die Werke sind in Frottage-Technik (von frz. „frotter“ = reiben) erstellt. Dabei wird das Oberflächenrelief eines Gegenstandes mittels eines Wachs- oder Graphitstiftes auf ein darübergespanntes Blatt Papier übertragen. Das Verfahren ist überaus simpel – wir kennen es aus Kindertagen, als man gern Abriebe von Münzen mit Bleistiften herstellte. In der bildenden Kunst hielt die Frottage in den 1920er Jahren Einzug. Es war Max Ernst, der die Frottage zuerst einsetzte und ihr zu Geltung in der Kunstwelt verhalf.

Florian Süssmayr, Jahrgang 1963, lebt und arbeitet in München. 2005 machte ihn dort eine Einzelausstellung im Haus der Kunst international bekannt. Es folgten Ausstellungen in Zürich, New York, Tokio, Los Angeles, Köln und Berlin. Die Malerei des Künstlers bezieht sich auf Themen und Orte seiner eigenen Biografie und seines persönlichen Umfelds. Er thematisiert die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft, Außenseitertum und Gruppendynamik. Leere Kneipen, volle Stadien, Demonstrationen und Konzerte: Florian Süssmayr zeigt ornamentale Massen und im Gegensatz dazu menschenleere Räume. So entstehen meist kleinformatige Portraits, Stillleben, Interieurs, Kritzeleien und Graffiti – sowie Frottagen von Hofbräuhaus-Tischplatten.

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Kunst aus Gastro-Mobiliar: Ein Hofbräu-Tisch für die Wand

Florian Süssmayr macht aus Gastro-Mobiliar Kunst – der Erlös fließt in ein Sozialprojekt.

www.abendzeitung-muenchen.de, 23. November 2020 | Ruth Frömmer

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