NOCH ERHÄLTLICHE ANTIKE UHREN AUS DER DEZEMBER AUKTION

- Standuhr

Auktion 390, Kat.-Nr. 223

Schätzpreis € 1.500 bis € 1.800
noch erhältlich

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HIGHLIGHTS - ANTIKE UHREN (DEZEMBER 2020)

VERKAUFT FÜR 55.880 EUR (inkl. Käuferaufgeld) AUTOMATENUHR MIT STEHENDEM JESUSKIND - Süddeutsch (Augsburg), um 1600/1610

MEMENTO MORI

Besonders kunstvoll gestaltet waren Automatenuhren, die nach der Erfindung der mechanischen Räderuhr (um 1300) in Europa in Mode kamen. Dies gilt insbesondere für die großen Automatenuhren, die seit dem 16. Jh. auch Kirchen und öffentliche Gebäude schmücken – ein Beispiel dafür sind die Uhren der Münchner Frauenkirche.

Aber auch kleinere Modelle für den Hausgebrauch waren angesagt. Meisterlich in der Ausführung, waren diese teils kunstvoll mit beweglichen Figuren versehen. Ein Beispiel dafür ist die um 1600 in Augsburg (seinerzeit ein Zentrum der Uhrmacherei) erstellte Memento-mori-Prunkuhr, die im Dezember bei NEUMEISTER aufgerufen wird:

Auf einem profilierten Ebenholzsockel mit seitlich eingestellten Halbsäulen und seitlichen Sichtfenstern steht das Jesuskind. In der linken Hand hält es die Sphaira, also die Himmelskugel. Auf den Schauseiten des Sockels – der von vergoldeten Messingbeschlägen mit graviertem Engelsdekor umgeben ist – befinden sich versilberte Zifferblätter. Die sich drehende Sphaira (Messing, versilbert und vergoldet) trägt einen Ring mit römischen Ziffern, mit dem die Stunden angezeigt werden. Die Radunruh ist mit den Augen des Kindes verbunden, die sich bei jeder Schwingung der Unruh mitbewegen.

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