Eröffnung: Dienstag, den 8. Juni, 18-20 Uhr
Gabriele Basch, Cornelia Büschbell, Anita Edenhofer, Silke Koch, Klaus Kumrow, Pietro Sanguineti, Annette Streyl, Christiane Wetzel, Winter/Hörbelt, Stefan Wischnewski
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit büro orange
Unter neuer Leitung und mit frischem Konzept startet die Galerie NEUMEISTER in die Sommersaison. Neumeister-Expertin für Design, Courtenay Smith gibt mit dieser Schau ihren Einstand als neue künstlerische Leiterin der Galerie NEUMEISTER. Inhaberin und Geschäftsführerin Katrin Stoll setzt mit der Ausrichtung der Galerie auf internationale aktuelle Kunst und ihre grenzüberschreitenden Erscheinungsformen zu Architektur, Design, Gestaltung oder Mode einen weiteren Akzent für das Traditionshaus Neumeister im Bereich Moderne und Design.
Die aktuelle Schau in der Galerie NEUMEISTER hat Smith gemeinsam mit Dr. Michael Tacke vom büro orange konzipiert. Der Titel ,kunst. halt. design.‘ umreißt das Spannungsfeld. Zehn junge Künstler aus deutschen Metropolen zeigen Arbeiten, die zwischen den Bereichen Kunst und Design changieren, sie überschreiten und letztlich im Betrachter einen permanenten Konflikt auslösen. Die Künstler spielen in ihren Installationen, Skulpturen oder Fotografien mit dem herkömmlichen Begriff von Raum, Kontext und Funktion, ob sie nun Alltagsgegenstände in zweckfreie Kunst überführen oder mit ihren Werken auf die Funktion eines Alltagsobjekts Bezug nehmen. Entsteht aus Alltagsgegenständen Kunst oder entstehen aus Kunst Alltagsgegenstände?
So präsentiert etwa Anita Edenhofer, Trägerin des Debütantenpreises der Akademie der Bildenden Künste München, eine funkelnde Löwin oder ein festlich ausladendes Kleid aus Glas. Zusammengesetzt aus Scherben von Windschutzscheiben, sprechen die Objekte einerseits das ästhetische Empfinden an, verstören jedoch auch durch ihr Herkunftsmaterial. Ebenfalls mit Glas arbeitete der kürzlich verstorbene Hamburger Künstler Klaus Kumrow, der zumeist einen Alltagsgegenstand wie etwa eine Vase zerschneidet und sie anschließend, mit den Versatzstücken zu einem Kunstobjekt kombiniert, neu interpretiert. Auch in der Hamburger Sammlung Falckenberg ist Woll-Architektur von Annette Streyl vertreten – bei Neumeister wird etwa ihr „ICE“ ausgestellt, ein aus der Wand ragender Zug aus ihrer Reihe emblematischer Architekturen. Mittels ihrer Umhüllung mit Strickmaterial hinterfragt sie die Wichtigkeit und Nachhaltigkeit deutscher Konzerne sowie die Fragilität politischer wie sozialer Konstruktionen.












