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| 1. April 1958 | Rudolf und Christa Neumeister übernehmen das Münchener Auktionshaus Adolph Weinmüller und behalten vorerst den Firmennamen bei. |
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| 7. Mai 1958 | Rudolf Neumeister beginnt seine Laufbahn als Kunstauktionator. |
| 1960 | Dieses Jahr geht als »Jahr des Durchbruchs« in die Firmengeschichte ein. Mit dem Nachlass des Kunstsammlers und -händlers Otto Bernheimer gewinnt Neumeister auch die internationale Fachwelt für seine Versteigerungen. In der Oktober-Auktion steigt der Umsatz gegenüber 1958 auf das Dreifache an. |
| 1962 | Auch die Verauktionierung der Sammlung Igo Levi-Luzern begeistert Bieter aus allen Ländern. Die Objekte gehen in bedeutende Privatsammlungen und Museen, etwa ins Bayerische Nationalmuseum München, das Germanische Nationalmuseum Nürnberg, das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg oder das Kunstgewerbemuseum Berlin. |
| 1963 | Längst ist das Kunstauktionshaus Neumeister zu einer seriösen Adresse für Nachlässe und Sammlungen geworden. Ein süddeutscher Filmproduzent lässt Möbel und Gemälde, etwa von Wilhelm Leibl, Hans Purrmann oder Carl Spitzweg versteigern – unter den Käufern befindet sich keine Geringere als Prinzessin Soraya. |
| 1965 | Inzwischen ist das Team auf 20 feste Mitarbeiter angestiegen. Neben den vier regulären Auktionen wird erstmals eine Auktion »Moderne Kunst« durchgeführt. |
| 1966 | Rudolf Neumeister läutet die 100. Auktion ein. |
| 1978 | Den Umzug des Unternehmens von der Brienner Straße in die Barer Straße 37, wo es bis heute seinen Stammsitz hat, bereitet Rudolf Neumeister von langer Hand vor: In vierjähriger Bauzeit wird auf eigenem Grund ein Kunstauktionshaus mit rund 1 200 Quadratmetern Geschäftsfläche, Tiefgarage und Ausstellungsräumen errichtet. Das Unternehmen firmiert in »Neumeister Münchener Kunstauktionshaus« um. |
| 1979 | Als preisbildend für Skulpturen erweist sich die in der Auktionsgeschichte des Hauses herausragende Versteigerung der Plastiken aus dem Nachlass des Sammlers Dr. Richard Oertel. Innerhalb von 68 Minuten wird ein Umsatz von 5,1 Millionen DM erreicht. Unter den Bietern befinden sich Kunden wie das Württembergische Landesmuseum oder das Bayerische Nationalmuseum. Die älteste Tochter von Rudolf und Christa Neumeister, Martina Neumeister-Scheublein, tritt in die Firma als Kommanditistin ein. |
| 1981 | Aus den Auktionen »Alte Kunst« gehen die »Varia«-Auktionen mit Schätzwerten unter 1 000 DM hervor. |
| 1983 | Die zweitälteste Tochter, Katrin Neumeister (heute Stoll) tritt gleichfalls als Kommanditistin ins Unternehmen ein. Der Mann von Martina Neumeister-Scheublein, Michael Scheublein wechselt in das Kunstauktionshaus NEUMEISTER. |
| 1987 | Die erste Sonderauktion der neu gegründeten Abteilung Moderne Kunst findet statt. |
| 1996 | In einer Sonderauktion wird der Nachlass von Maria Wimmer versteigert: Die herausragende Schauspielerin teilte mit ihrem Mann, dem Rechtsanwalt Dr. Otto Seemüller, die Leidenschaft für moderne Kunst. |
| 1998 | Die Sammlung Paul Eipper kommt in einer Sonderauktion zum Aufruf. Eipper hatte in der Verlagsbranche Karriere gemacht, seine exzellente Grafiksammlung hat den Zweiten Weltkrieg in eingemauerten Nischen seines Berliner Hauses überstanden. |
| 1999 | Erstmals wird ein Teil der Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt, dem Kunstauktionshaus Neumeister anvertraut; die Sonderauktion findet 1999 statt. |
| 2003 | Sonderauktion der breit gefächerten Sammlung Dr. Christian Wolters. Der Kunsthistoriker, Naturwissenschaftler und Restaurator hat das Doerner-Institut weltberühmt gemacht. |
| 11. Dezember 2003 | Christa Neumeister stirbt überraschend. |
| 2005 | Eine zweite Sonderauktion aus dem Bestand der Sammlung Schäfer zieht wie bereits im Jahr 1999 ein internationales Publikum an. Sammler und Museen aus dem In- und Ausland erwerben fast hundert Prozent des Angebotes, das überwiegend aus Gemälden des 19. Jahrhunderts besteht. Ausgesuchte Afrikanische Kunst aus der Sammlung Walter und Molly Bareiss wird in einer Sonderauktion versteigert. Die Familie, Freunde, Mitarbeiter und die Presse feiern den 80. Geburtstag von Rudolf Neumeister, der aus diesem Anlass eine Jubiläumsauktion leitet. |
| 2006 | Das Haus Wittelsbach vertraut Neumeister die Versteigerung des Bayerischen Königsservices an, ein Geschenk zur Goldenen Hochzeit des letzten bayerischen Königs Ludwig III. und Marie Therese Erzherzogin von Habsburg-Este im Jahr 1918. Die Gesellschaft der Freunde der Stiftung Haus der Kunst München e. V. trägt Katrin Stoll die Verauktionierung ihrer gesamten Sammlung an. Die Versteigerung wird zum überragenden Erfolg: Für insgesamt 5,4 Millionen Euro werden fast hundert Prozent der angebotenen Objekte versteigert. |
| 2007 | Neumeister eröffnet zusätzliche Ausstellungsräume: die Galerie Neumeister in der Gabelsberger Straße 17 (ehemals Galerie Heinz Herzer) – gegenüber dem Café der Pinakothek der Moderne – und gibt damit ein deutliches Signal, dass das Haus auf den Standort Deutschland, auf München und auf das Pinakothekenareal setzt. |
| Februar 2008 | Katrin Stoll erwirbt die Gesellschaftsanteile ihrer beiden Schwestern und wird alleinige Inhaberin und, nach dem Ausscheiden Michael Scheubleins, auch alleinige Geschäftsführerin des Kunstauktionshauses NEUMEISTER. Der Bereich Design wird um zeitgenössisches Design erweitert. |
| Juli 2008 | Die Feierlichkeiten anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Kunstauktionshauses Neumeister kulminieren in einer Jubiläumsauktion, die Rudolf Neumeister durchführt. |